Ich hatte dieses Wochenende einen weiteren Präsenzblock meines Masterstudienganges in Mediation. Das Erlebnis hat mich sehr ermutigt. Ich habe die Bekanntschaft mit einem unserer Professoren gemacht. Er studierte Völkerrecht und geht jetzt als Mediator am Institut für Konfliktmanagement in die Welt um bei Friedensprozessen zu helfen. Sein Name ist Lars Kirchhoff und er hat es an einem Wochenende in meine Liste der persönlichen Vorbilder geschafft. Er arbeitet mit dem auswertigen Amt zusammen. Unsere Gespräche haben mir folgendes gezeigt:

Jemand den ich für sehr kompetent halte ist da draußen und tut die Dinge, von denen ich befürchtet hatte, niemand würde sie tun. Ich weiß, dass wir uns als Menschheit in eine Richtung entwickeln können, die ohne Kriege und Gewalt auskommt. Aber manchmal fehlt mir der Glaube, dass es schon Bewegungen in diese Richtung gibt. Jetzt bin ich beruhigt, dass es sie schon gibt und dass ich meine Weltrettungspläne nicht aus der Kalten starten muss!

In den Medien sieht es manchmal so aus als würden wir uns entweder aus internationalen Prozessen zu viel raushalten oder zu viel einmischen (Die Reaktionen auf beides sind heftige Kritik… wie man’s macht und so). Es war schön jetzt mal von einem der Akteure ein Feedback zu bekommen, was wirklich passiert. Das Institut für Konfliktmanagement hat -anhand eines Mediationsverfahrens- ein Programm erarbeitet, an dessen sich das Auswertige Amt und die UN orientieren können: Wie lässt sich ein internationaler Konflikt kategorisieren, was brauchen beteiligte Akteure gerade WIRKLICH (Dort hängen unsere Medien übrigens ein halbes Jahr hinterher. Dort ging es immer noch um die Krim-Annexion, als vor Ort mittlerweile ganz andere Dinge diskutiert wurden) und welche Hilfe können wir diesen geben und welche werden tatsächlich gewollt. Die Leute die dann vor Ort sind, um zu helfen sind dabei ausgebildete Vermittler und Experten für Konflikte. Prestigeträchtige Akteure wie Steinmeier und seinerseits Jimmy Carter sind keine Hauptfiguren mehr.

Fazit: Manchmal bin ich sehr pessimistisch, wenn ich die Medienberichterstattung sehe. Doch es ist schön jetzt einmal hinter den Vorhang zu blicken und zu sehen: Es passieren viele vertrauenserweckende Geschehnisse in der Welt und wir können hier echt noch was reißen…

Der Professor der mich wieder optimistisch stimmte

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